Fake-Bewertungen auf Google & Co.
Mehr zum Thema: Internetrecht, Computerrecht, Fake-Bewertungen, Google-Bewertungen, Löschung, TatsachenbehauptungWie kann man sich wehren?
Online-Bewertungen spielen eine entscheidende Rolle für den Ruf eines Unternehmens. Doch was, wenn gefälschte Bewertungen dem eigenen Unternehmen schaden? Ob negative Fake-Bewertungen durch die Konkurrenz oder gezielte Manipulation mit gekauften positiven Bewertungen – beides kann erhebliche rechtliche Konsequenzen haben. In diesem Ratgeber erklären wir, wie es zu Fake-Bewertungen kommt, warum sie problematisch sind und welche rechtlichen Schritte möglich sind, um sich dagegen zu wehren.
Wie entstehen Fake-Bewertungen?
Fake-Bewertungen können aus verschiedenen Gründen entstehen:


seit 2024
18057 Rostock
Tel: 0381/36768101
Web: https://www.advomare.de/
E-Mail: marketing@advomare.de
- Gezielte Angriffe durch Wettbewerber oder unzufriedene Kund:innen: Negative Bewertungen werden oft genutzt, um Unternehmen in Misskredit zu bringen.
- Automatisierte Fake-Accounts (Bots): Manche Bewertungen stammen von automatisierten Programmen, die gezielt Unternehmen schlecht bewerten.
- Gekaufte positive Bewertungen: Um den eigenen Ruf künstlich zu verbessern, setzen einige auf Fake-Bewertungen – mit erheblichen Risiken.
- Persönliche Rache oder Troll-Angriffe: Einzelne Nutzer:innen hinterlassen aus persönlichen Motiven falsche Bewertungen.
- Koordinierte Kampagnen: In manchen Fällen werden Unternehmen Opfer von organisierten Diffamierungskampagnen, bei denen zahlreiche Fake-Profile gleichzeitig negativ bewerten.
Warum auch positive Fake-Bewertungen problematisch sind
Nicht nur negative, sondern auch positive Fake-Bewertungen können rechtliche Risiken bergen. Wer bewusst Fake-Bewertungen kauft oder diese nutzt, macht sich angreifbar, da dies eine Irreführung der Verbraucher:innen darstellen kann. Die Rechtsprechung sieht dies als unlauteren Wettbewerb, was Abmahnungen oder hohe Geldstrafen zur Folge haben kann. Dies gilt auch, wenn man diese Bewertungen nicht selbst gekauft hat, sich diese aber zu eigen macht – also für Werbezwecke nutzt, kommentiert oder damit anderweitig interagiert.
Zudem haben viele Plattformen strenge Richtlinien bei Fake-Bewertungen. Wird festgestellt, dass ein Unternehmen gekaufte oder fingierte Rezensionen verwendet, kann dies zur Sperrung oder Herabstufung des Profils führen. Langfristig schadet dies dem Ruf und der Sichtbarkeit im Netz.
Möglichkeiten zur Löschung von Fake-Bewertungen
Viele Plattformen wie Google oder Trustpilot bieten Mechanismen zur Meldung und Löschung gefälschter Bewertungen. Die Erfolgschancen hängen jedoch von der jeweiligen Plattform ab.
Mögliche Schritte:
- Direkte Meldung bei der Plattform: Die meisten Anbieter haben eine Meldefunktion für unangemessene oder falsche Bewertungen.
- Prüfung der Unwahrheit: Wenn die Tatsachenbehauptungen in der Bewertung nachweislich unwahr oder verleumderisch sind, stehen die Chancen auf Löschung der entsprechenden Aussagen gut.
- Anwaltliche Unterstützung: Falls Plattformen nicht reagieren oder die Bewertung massive geschäftliche Schäden verursacht, können Anwält:innen gezielt rechtliche Schritte einleiten.
Rechtliche Schritte gegen Fake-Bewertungen
Wenn in einer Bewertung falsche Tatsachenbehauptungen aufgestellt oder andere Straftatbestände erfüllt werden, bestehen mehrere rechtliche Möglichkeiten:
- Unterlassungsanspruch: Verfasser:innen können aufgefordert werden, die Bewertung zu löschen und künftig keine falschen Behauptungen mehr aufzustellen.
- Schadensersatzforderung: Bei nachweisbarem Umsatzschaden durch Fake-Bewertungen kann Schadensersatz geltend gemacht werden.
- Einstweilige Verfügung: Bei akuter Rufschädigung kann eine schnelle gerichtliche Entscheidung zur Löschung der Bewertung beantragt werden.
- Strafanzeige wegen Verleumdung oder übler Nachrede: Falls die Bewertung rufschädigend oder ehrverletzend ist, kann auch strafrechtlich dagegen vorgegangen werden.
Besonders kritisch sind Bewertungen, die falsche Tatsachenbehauptungen enthalten, beispielsweise wenn behauptet wird, ein Unternehmen habe gegen Gesetze verstoßen oder betrügerische Absichten. Solche Aussagen können strafrechtlich relevant sein und mit Hilfe von Anwält:innen entfernt werden.
Wie advomare Ihnen helfen kann
Die advomare Rechtsanwaltskanzlei ist auf Medien- und IT-Recht spezialisiert und unterstützt Unternehmen effektiv bei der Löschung von Fake-Bewertungen. Unsere Leistungen umfassen:
- Prüfung der Bewertung und Analyse der Erfolgsaussichten für eine Löschung.
- Kontaktaufnahme mit der Plattform: Ausführliche und rechtlich dezidiert begründete Anträge auf Entfernung unrechtmäßiger Bewertungen mit den relevanten Urteilen und Gesetzen.
- Juristische Schritte gegen die Verfasser:innen: Abmahnungen, Unterlassungsklagen und Schadensersatzforderungen. Dies ist allerdings nur möglich, wenn die Rezensent:innen auch namentlich bekannt sind.
- Beratung zur rechtssicheren Nutzung von Bewertungen: Vermeidung von Abmahnungen wegen gekaufter oder irreführender Bewertungen.
- Begleitung bei Gerichtsverfahren: Falls eine außergerichtliche Einigung nicht möglich ist, vertreten wir unsere Mandanten auch vor Gericht.
Fake-Bewertungen sind ein ernstzunehmendes Problem für Unternehmen. Wer sich nicht wehrt, riskiert Rufschädigung und wirtschaftliche Verluste. advomare steht Ihnen mit rechtlicher Expertise zur Seite, um gegen Falschbewertungen vorzugehen und Ihren guten Namen zu schützen.
Kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung – wir helfen Ihnen, sich effektiv gegen Fake-Bewertungen zu wehren!
Rechtsanwalt Martin Jedwillat
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